00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Podcastfolge.
00:00:03: von Angst befreit.
00:00:05: Von der Angst ins Vertrauen!
00:00:07: Deine Ängste schränken dich in deinem Alltag ein, du möchtest dein Leben zurück.
00:00:11: dann bist ihr genau richtig.
00:00:14: Ich bin Alexandra Keiling ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und Traumotherapeuten Und ich habe in meiner Arbeit den Fokus auf dem Thema Angst.
00:00:26: Heute in der heutigen Folge spreche ich über das Thema Ängste bei Männern, weil es da tatsächlich ja ein paar Besonderheiten gibt und über die sprechen wir jetzt.
00:00:38: Schön dass du da bist!
00:00:39: Und ich würde sagen, wir legen sofort los.
00:00:46: Wie gerade schon gesagt heute möchte ich über ein Thema sprechen, das in meiner Arbeit in letzter Zeit immer mal wieder auftaucht wissen, dass ich überwiegend eigentlich mit Frauen arbeite und das sich auch die Inhalte, dieses Podcasts in erster Linie oft an Frauen richten.
00:01:07: Und gleichzeitig... melden sich in den, haben sie in den letzten vergangenen Monaten wirklich auch zunehmend Männer bei mir gemeldet die unter Ängsten leiden und unter starke Anspannung stehen oder ja bereits die Diagnose einer Angststörung erhalten haben vielleicht auch schon mehrere Therapien hinter sich haben.
00:01:26: Und das hat mich dazu gebracht, mich noch mal intensiver mit der Frage zu beschäftigen warum Angststörungen beim Männer häufig so lange unerkannt bleiben und weshalb viele Betroffene erst Unterstützung suchen, wenn sie bereits wirklich über einen langen Zeitraum belastet sind.
00:01:44: Das betrifft auch Frauen.
00:01:45: also bei Ängsten ist es wirklich oft so dass man ganz ganz ganz oft ganz ganz lange denkt ach das schafft man schon irgendwie noch alleine und so schlimm ist es ja alles noch nicht.
00:01:55: aber beim Männern ist es tatsächlich nochmal häufiger der Fall.
00:02:01: Ja, deshalb möchte ich heute darüber sprechen wie sich Angst bei Männern zeigen kann welche Rolle gesellschaftliche Erwartungen dabei spielen und warum es auch einfach wichtig ist sich Unterstützung zu holen wenn Ängste den Alltag zunehmend bestimmen.
00:02:16: Und wenn wir über Angststörungen sprechen dann haben viele Menschen so ein bestimmtes Bild vor Augen.
00:02:21: also oft denken wir an jemandem der offen über seine ängste spricht er seine Sorgen klar benennen kann der selbst schnell erkennt, dass psychische Belastungen irgendwie eine Rolle spielen.
00:02:34: Aber in der Praxis erlebe ich das tatsächlich ganz anders und es zeigt sich doch irgendwie oft ein anderes Bild.
00:02:42: Denn viele Männer sind mit der Vorstellung aufgewachsen Sie müssen belastbar sein sie müssen Schwierigkeiten irgendwie eigenständig lösen Die eigenen Gefühle eher zurückdrängen und irgendwie nicht die Überhand gewinnen lassen.
00:03:02: Und natürlich gilt das nicht für jeden Mann, genauso wenig für jede Frau.
00:03:06: dennoch gibt es gesellschaftliche Vorstellungen darüber wie Männer sein sollten und wie sie mit Belastung umzugehen haben.
00:03:14: Es gibt ja schon gerade auch ein Wandel in der Gesellschaft dass das nach und nach so'n bisschen wahrgenommen wird, erst mal wie es ist und auch verändert werden soll.
00:03:26: Aber grundsätzlich ist es wirklich so dass die meisten Männer heutzutage einfach mit diesen Erwartungen ausgewachsen sind ob bewusst oder unbewusst.
00:03:38: Und ja dazu gehören Botschaften wie stark zu sein, sich zusammenzureißen oder Probleme selbst zu bewältigen und diese Botschaften werden nicht immer direkt ausgesprochen.
00:03:50: Also häufig werden sie ja auch über viele Jahre unbewusst vermittelt durch das Umfeld, durch Vorbilder oder durch Erfahrungen die Menschen in ihrem Leben einfach machen.
00:04:02: und wenn jemand gelernt hat Ängste möglichst nicht so zeigen dann führt das oft dazu dass die eigenen Beschwerden lange nicht als Angststörungen erkannt werden.
00:04:13: Stattdessen entsteht dann eher so das Gefühl von einer ständigen Anspannung, ständig angespannt zu sein sich keine Pausen erlauben zu können oder dauerhaft irgendwie unter Druck zu stehen.
00:04:25: und viele Männer beschreiben ihre Situation zunächst nicht mit den Worten Angst- oder Unsicherheit.
00:04:32: sie berichten dann eher davon dass sie schlecht schlafen sich ständig Gedanken machen, sich erschöpft fühlen oder nicht mehr so richtig abschalten können und hinzu kommt das psychische Erkrankungen nach wie vor einfach auch total mit Charme verbunden sind.
00:04:49: Manche Betroffene haben Sorge von anderen anders wahrgenommen zu werden wenn sie über ihre Ängste sprechen und andere glauben Sie müssten die Situation irgendwie alleine schaffen, alleine bewältigt bekommen und dürfen keine Unterstützung Ja, annehmen.
00:05:06: Dabei hat eine Angststörung wirklich nichts mit mangelnder Belastbarkeit zu tun.
00:05:10: also sie ist keine persönliche Schwäche oder sowas und auch kein Zeichen dafür dass jemand in irgendeiner Form versagt hat sondern Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen überhaupt und Sie können Menschen in total unterschiedlichen Lebenssituationen treffen.
00:05:31: Ein weiterer wichtiger Punkt, der dazu beiträgt dass Angststörungen bei Männern manchmal übersehen werden ist die Art und Weise wie sich die Beschwerden zeigen.
00:05:41: Also viele Menschen verbinden mit Angst vor allem so mit Nervosität, Unsicherheit oder so sichtbarer Ängstlichkeit und in der therapeutischen Arbeit begegnet mir jedoch also begegne mir jedoch immer wieder Männer bei denen die Angst zunächst ganz anders aussieht.
00:06:00: Also manche berichten, dass sie zunehmend gereizt sind und schneller verärgert reagieren als früher.
00:06:07: andere ziehen sich immer mehr zurück oder vermeiden Kontakte obwohl sie früher gerne Zeit mit Freunden oder der Familie verbracht haben Und wieder andere versuchen ihre innere Anspannung durch so ständige Beschäftigung auszugleichen.
00:06:22: also Sie arbeiten vielleicht sehr viel übernehmen immer neue Aufgaben und haben Schwierigkeiten sich Zeiten der Erholung zu erlauben.
00:06:32: Und solange sie beschäftigt sind, gelingt es dann auch oft diese unangenehme Gefühle irgendwie so ein bisschen auf Abstand zu halten.
00:06:41: und sobald dann ein bisschen Ruhe entsteht werden dann aber Sorgen und innere Unruhe oder einfach körperliche Symptome die da sind ja extrem stark wahrgenommen und deswegen hält man sich die ganze Zeit in so einem Tun.
00:06:57: Und auch körperliche Beschwerden spielen bei Angststörungen ja häufig eine wichtige Rolle.
00:07:02: Herzrasen, Schwindel, Druck auf der Brust, Magenbeschwerden, Darmbeschwärden, Schlafprobleme das kann alles super super belasten sein und fühlt verständlicherweise auch oft.
00:07:16: zunächst erstmal zur medizinischen Untersuchung was auch super wichtig ist dass vorab immer abklären zu lassen.
00:07:25: aber das ist so Das ist dann sehr der Blick, auch wenn von vom Arzt quasi schon kommt.
00:07:30: Hey!
00:07:31: Medizinisch ist alles in Ordnung.
00:07:35: Das Männer da schon manchmal öfter so ein bisschen dran festhalten dass es ja was körperliches ist und viele Betroffene suchen Ja, dann zuerst ihren Hausarzt oder verschiedene Fachärzte auf weil sie davon ausgehen dass die Beschwerden einfach körperliche Ursache haben.
00:07:51: und das ist total nachvollziehbar.
00:07:53: Und wie gesagt auch sinnvoll.
00:07:54: und gleichzeitig zeigt sich manchmal aber erst Nach zahlreichen Untersuchungen dass die Symptome Einfach doch eng mit Angst und Anspannung zusammenhängen.
00:08:04: und ein Aspekt der im Gespräch ja in Gesprächen mit Männern immer wieder begegnet oder vor allem mit männlichen Klienten immer wieder begegnet ist, die lange Zeitspanne zwischen den ersten Beschwerden und dem Entschluss Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
00:08:23: Und viele haben bereits über Monate oder Jahre versucht alleine irgendwie zurechtzukommen sie haben irgendwie gehofft die Beschwerde von selbst in den Griff zu kriegen oder dass sie einfach wieder verschwinden versucht sich abzulenken oder noch mehr Kontrolle über ihren Alltag zu gewinnen.
00:08:42: Ja, so setze.
00:08:42: Ich höre dann öfters auch mal so setzte wie ich dachte das wird schon wieder oder ich habe lange geglaubt dass sich mich einfach mehr anstrengen muss.
00:08:49: und dabei entsteht ja nicht selten ein Kreislauf.
00:08:53: Je stärker die Angst wird desto mehr Energie wird aufgewendet um sie nicht zu spüren Oder um Situationen zu vermeiden die unangenehm sein könnten.
00:09:03: und langfristig Ja wird das Leben dadurch häufig immer kleiner trotzdem anstrengender und deshalb ist es aus meiner Sicht auch so wichtig das Thema frühzeitig wirklich ernst zu nehmen.
00:09:16: Und Unterstützung in Anspruch zu nehmen bedeutet nicht die Verantwortung abzugeben, es bedeutet vielmehr sich ja mit den eigenen Beschwerden wirklich auseinanderzusetzen und zu verstehen was im Inneren eigentlich wirklich geschieht.
00:09:31: und viele Menschen erleben bereits dadurch eine wahnsinnig große Entlastung dass sie verstehen wie Angst entsteht, warum bestimmte körperliche Symptome auftreten und weshalb ja Vermeidungsverhalten die Beschwerden häufig aufrechterhält oder vielleicht sogar noch verstärkt.
00:09:53: Und Therapie kann dabei helfen neue Wege im Umgang mit der Angst zu entwickeln und Schritt für Schritt wieder mehr Sicherheit zu gewinnen und sie bietet einen geschützten Rahmen in dem Sorgen angesprochen werden können ohne wirklich bewertet zu werden, was man sonst im normalen Alltag eigentlich oft nicht hat.
00:10:15: Und zum Ende hin möchte ich noch etwas sagen das mir wirklich auch super wichtig ist.
00:10:21: also falls du diese Folge hörst und dich in irgendwie einigen Punkten wiedererkennst dann möchte ich dich wirklich ermutigen deine Belastung ernst zu nehmen.
00:10:31: vielleicht bist ja auch schon an dem Punkt wo du das tust.
00:10:34: es ist nicht notwendig zu warten bis die Beschwerden noch stärker werden oder der Alltag kaum noch zu bewältigen ist.
00:10:42: Also mit jemandem über deine Ängste zu sprechen kann ein wichtiger erster Schritt sein, das kann eine vertraute Person sein, es kann ein Arzt sein, dass keine Beratungsstelle sein oder ja einen Therapeuten, Ängsten verlieren wirklich oft einen Teil ihrer Macht wenn sie nicht länger so alleine getragen werden müssen Und vielleicht ist genau das eine der Botschaften dieser Folge, die du für dich mitnimmst.
00:11:11: Unterstützung anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche sondern es ist ein Ausdruck von Selbstfürsorge und Verantwortung für deine eigene Gesundheit.
00:11:25: Ja ich danke dir fürs Zuhören dass du bis zum Ende dran geblieben bist.
00:11:33: Wenn dich das jetzt angesprochen hat und du so denkst, ja irgendwie erkenne ich mich da so ein bisschen.
00:11:39: Dann klick dich auch gerne mal durch ältere Folgen durch.
00:11:44: die sind alle noch top aktuell egal wie weit du zurückgehst und guck einfach mal was sprich dich an?
00:11:51: Was findest du hier so?
00:11:52: Und schön dass du da bist!
00:11:56: Ich sage bis zur nächsten Folge.